Donnerstag, 30 Mai 2019 15:38

Rita Siebert ist deutsche Meisterin

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Rita Siebert, Top Talent der Karateka des TuS Alztal Garching holt sich in Erfurt den Titel der deutschen Meisterin im Karate in der Kategorie Kata Einzel Jugend.

Am vergangenen Wochenende fanden in der Thüringischen Landeshauptstadt Erfurt die Deutschen Meisterschaften im Karate für die Jugend, Junioren und U21 statt. Bereits zum 15. Mal war die große Leichtathletik-Halle der Austragungsort der DM, zu der sich 823 Athleten aus 234 Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet über die jeweiligen Landesmeisterschaften qualifizierten. Für den TuS Alztal Garching ging Rita Siebert an den Start, die sich durch ihre Zugehörigkeit im Bundeskader und ihrem zweiten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft dazu qualifizierte. Nach dem zweiten Platz 2017 und dem dritten Platz 2018 bei der Deutschen Meisterschaft wollte sie sich dieses Jahr den Titel holen und gab dafür wirklich alles. Aufgund der sehr guten Wettkampfvorbereitung der letzten Monate mit mindestens sechs Trainingseinheiten pro Woche und zusätzlichen Lehrgängen im Landeskader und Bundeskader war sie in körperlicher Höchstform. So war die Hoffnung auf den Titel sowohl von Rita selbst, als auch von Trainer Manfred Pfeiffer durchaus berechtigt.

Aber auch bei der Wettkampftaktik ging der Trainer zum ersten Mal ein etwas höheres Risiko ein und ließ Rita zu Beginn die vermeintlich etwas schwächeren Kata zeigen. Damit hatte sie für die späteren Runden, bei denen die verbliebenen Gegnerinnen immer stärker werden, noch ihre besten Kata zur Verfügung. So startete sie mit der Kata Chinto im Pool 1 (von 4), der mit 10 Starterinnen besetzt war, ihren Wettkampf als erste Wettkämpferin. Beim neu eingeführten Punktesystem qualifizieren sich die besten vier Athleten für die nächste Runde. Aufgrund der eigenen Erwartungshaltung und der Nervosität erreichte sie anfangs nicht ihre optimale Leistung und es begann das nervenzerrende Warten bis alle weiteren Starterinnen ihre Kata absolvierten und feststand, dass sie sich mit einem zweiten Platz das Vorrücken in die zweite Runde gesichert hatte. Mit einem tiefen Durchatmen beim Trainer und ihr selbst wurde die zweite Runde in Angriff genommen, bei der nun die Athleten der Pools 1 und 2 zusammengefasst wurden und wiederum die 4 Besten in die nächste Runde kamen. Mit der Kata Kushanku und einer deutlich besseren Leistung sicherte sie sich souverän mit der höchsten Punktewertung den Einzug in Runde 3. Die beiden weiteren Starter des Landeskader Bayern, Anna Braun aus Burglengenfeld und Anna Stössel aus Mömlingen, qualifizierten sich mit den Plätzen 2 und 3 ebenfalls für die dritte Runde, sowie die Viertplatzierte Soraia Santos aus Nordrhein Westfalen. In der dritten Runde wird um den Einzug in das Finale und um den dritten Platz gekämpft. Mit der Kata Chatanyara Kushanku ging Rita in diese vorentscheidende Runde. Als Siegerin der Vorrunde startete sie als Letzte der 4 Athleten und konnte sich mit einer Top-Leistung und einer ebenso hohen Wertung klar den Einzug in das abendliche Finale vor der Starterin aus Burglengenfeld / Bayern und der Starterin aus Mömlingen / Bayern sichern. Jetzt war es wichtig, erst einmal abzuschalten und die fast 7 Stunden bis zum Finale zu überbrücken. Während dieser Zeit startete Rita noch mit ihren Team-Kollegen aus Erding in der Kategorie Kata-Mannschaft. Hier konnten sie sich leider nicht durchsetzen und das Team schied in der ersten Runde aus. Gegen 16:30 Uhr waren dann alle Vorkämpfe und die Entscheidungen um die dritten Plätze beendet. Jetzt blieben noch 30 Minuten, um sich bestmöglich für das Finale um 17:00 Uhr aufzuwärmen und sich an die neue Atmosphäre anzupassen. Beim Finale werden nur noch die 7 Kampfrichter und die beiden Athleten mit ihren Trainern in den Halleninnenraum gelassen. Per Losentscheid wurde der TuS-Athletin der blaue Gürtel zugelost. Damit war klar, dass ihre Finalgegnerin Leonie Munier aus Ballenstedt  / Sachsen-Anhalt als Erste im Finale starten wird.  Mit einer technisch sauberen Kata Papuren legte Leonie gut vor und so gab es für Rita nur noch eine Vorgabe: alles aus sich rauszuholen. Mit einer technisch, athletisch und kämpferisch hervorragenden Kata Anan konnte sie bei der Entscheidung sechs der sieben Kampfrichter für sich gewinnen und krönte sich damit zur neuen deutschen Meisterin im Kata Einzel der Jugend des Deutschen Karateverbandes, welcher der einzige vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannte Karateverband ist und seine Athleten 2020 nach Tokyo zu den olympischen Spielen entsenden darf.

Durch diesen Sieg stand die junge TuS-Athleten nun dreimal in Folge bei der Deutschen Meisterschaft auf dem "Trepperl", was einmal mehr ihren Trainingsfleiß und ihre kontinuierliche Leistung bezeugt.

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